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Mittwoch, 20. September 2017
Maiskeimöl
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01_kl_Mais02_kl_MaisMaiskeimöl wird aus den Keimlingen von Zea mays L. (Gramineae) durch Pressen (kalt gepresstes Maiskeimöl) oder durch Extraktion gewonnen und anschließend der Raffination zugeführt (raffiniertes Maiskeimöl).

Die Getreideart Mais hat ihren Ursprung zwischen Mexiko und Peru, doch ist die eigentliche Wildform nicht ermittelbar, da Kulturmais schon sehr früh aus Wildmaisarten ausgelesen wurde. Reste von bereits domestizierten Wildmaisformen sind in Höhlen Südmexikos gefunden und auf 5000-3400 v. Chr. datiert worden. Mais spielt in der indianischen Mythologie und Religion eine Rolle. Bewohner der karibischen Inseln nannten ihn "mahiz", die Spanier übernahmen diesen Namen als sie Mais um 1500 nach Europa brachten. Er wurde als Besonderheit bestaunt, aber erst im 17. Jahrhundert in Europa angebaut. Über Italien, den Balkan und Russland gelangte er nach Indien und China. Seit dem zweiten Weltkrieg wird die eigentlich tropische und subtropische Pflanze weltweit angebaut, doch dient sie, wie in den USA und allen anderen Industrieländern, bevorzugt als Viehfutter, als Eiweiß- (Polenta, Tortillas, Kukuruz, Popcorn) und Stärkelieferant (Pudding, Stärkemehl, feines Gebäck, Dickungsmittel für Suppen und Soßen (Maizena, Mondamin), Cornflakes).

Als ölliefernde Pflanze hat Mais eine untergeordnete Bedeutung, obwohl Maiskeimöl wegen des Palmitin- und hauptsächlich hohen Öl- und Linolsäuregehalts ein ernährungsphysiologisch wertvolles Öl ist (der Gehalt an Linolsäure schwankt je nach Anbauregion beträchtlich). Das Öl (Ölgehalt des Keimlings ca. 35 %) wird als Nebenprodukt der Verarbeitung von Mais zu Stärke gewonnen; nach Quellen der Frucht, grobem Zermahlen, Wässern, Abtrennen und Waschen der Keime, Entwässern und Trocknen, gefolgt von Pressen oder Extrahieren. Das Rohöl wird anschließend raffiniert; kalt gepresstes Maiskeimöl kommt selten in den Handel. Das klare, hellgelbe bis goldgelbe, schwachen Geruch und Geschmack aufweisende Öl wird als Speiseöl verwendet. In der Lebensmittelindustrie wird Maiskeimöl zur Herstellung von Nahrungsmitteln (Margarine, Mayonnaise, Diätetik, Babyernährung) eingesetzt, in der Kosmetik findet Maiskeimöl zur Herstellung von Seifen und Haarpflegemittel ebenfalls Verwendung. Maiskeimöl wird auch als Rohstoff für Schmierstoffe und Lederpflegemittel in der technischen Industrie eingesetzt.

INCI-Bezeichnung: Zea Mays Germ Oil

Spezifikationsdaten

 

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