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Mittwoch, 20. September 2017
Weizenkeimöl
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01_kl_Weizen03_kl_WeizenWeizenkeimöl wird aus den Keimen des Weizenkorns (Triticum Vulgare L.) gewonnen (rohes Weizenkeimöl). Das so gewonnene Öl wird in der Regel anschließend der Raffination zugeführt (raffiniertes Weizenkeimöl).

Der einjährige Weizen wurde schon sehr früh kultiviert und hat sich in zahllose Formen aufgespalten. Wildformen wurden bereits vor 8000 Jahren gesammelt, durch zufälligen Verlust um die Behausungen der Sammler (ungewollt) ausgesät und sind dann gepflegt worden. Später wurde der Weizen systematisch angebaut und auf bestimmte Eigenschaften (Größe, Festigkeit, Spelzfreiheit, Ertrag,....) ausgelesen. Der Ursprung des Weizens wird heute im eurasischen Gebiet angenommen. Weizen bevorzugt die gemäßigten Zonen, er wird auch zum geringen Anteil in den Subtropen angebaut, nicht jedoch in den Tropen. Man unterscheidet Sommer- und Winterweizen, letzterer verträgt Frost bis -22°C. Der anspruchsvolle Weizen verlangt schwere, nährstoffreiche Böden (Lehm-, oder Schwarzerde) mit hoher Wasserkapazität. Typische Anbauländer sind die ehemalige Sowjetunion, China, USA, Indien, Kanada, Frankreich, Türkei, und Deutschland aber auch Großbritannien und Argentinien.

Weizen ist ein Brotgetreide, das Öl ist von untergeordneter Bedeutung. Der Weizenkeimling enthält 7-12 % Öl, das durch Pressen (rohes Weizenkeimöl) oder durch Extraktion mit einer sich anschließenden Raffination (raffiniertes Weizenkeimöl) gewonnen wird. Das rohe Weizenkeimöl (während des Pressvorgangs werden Temperaturen von ca. 60°C erreicht) ist bei Zimmertemperatur klar, (bei tiefen Temperatur Eintrübung wegen ausgefallener Wachse, reversibel bei Erwärmen ohne Qualitätsverlust) von goldgelber bis brauner Farbe und weist einen typischen getreideartigen Geruch und Geschmack auf. Die raffinierte Qualität besitzt eine gelbliche Farbe mit schwachem, typischem Geruch. Beide Weizenölqualitäten weisen einen etwa gleich hohen Anteil von Palmitin-, und Ölsäuregehalt auf, der Linolsäuregehalt beträgt ca. 55-60 %, der Linolensäuregehalt etwa 5-10 %.

Wegen des gleichzeitig hohen Tocopherolgehaltes (Vitamin E) ist Weizenkeimöl ein beliebtes Diätöl, allerdings, bedingt durch den hohen Linolensäuregehalt, nur kürzere Zeit haltbar (Ranzigkeit). Weizenkeimöl, sowohl die rohe als auch raffinierte Qualität, wird in der Kosmetik als Salbengrundlage und als Haut- und Haarpflegemittel eingesetzt. In der Pharmazie wird Weizenkeimöl wegen seines natürlichen Wirkstoffgehaltes (Vitamin E Kapseln) als Füllung von Weichgelatinekapseln verwendet.

INCI-Bezeichnung: Triticum Vulgare Germ Oil

Spezifikationsdaten

 

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