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Freitag, 27. April 2018
Marktberichte


Marktbericht April 2018
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Pflanzliche Öle - Allgemeine Marktsitution

Sojaöl

Die Sojamärkte gerieten in den letzten Tagen in Bewegung. Auslöser hierfür waren die Handels-streitigkeiten zwischen den USA und China. Nachdem US Präsident Trump am 22. März das Dekret über die Verhängung von Strafzöllen unterzeichnete, antwortete die chinesische Regierung mit einer Liste von 128 Gütern, auf die potenziell Zölle bei der Einfuhr nach China erhoben werden könnten. Auf dieser Liste sind US Sojaprodukte zunächst nicht erwähnt, allerdings lassen Äußerungen von chinesischer Seite vermuten, dass diese ebenfalls Ziel der chinesischen Gegen-maßnahmen werden könnten. Sollte dieser Fall eintreten, ist mit einem deutlichen Preisrückgang für Sojaprodukte in den USA zu rechnen. Gleichzeitig würden die Preise in China signifikant steigen. Die schwierige Erntesituation in Argentinien ist dagegen weitgehend eingepreist. Das zu trockene Wetter hält weiterhin an. Die Börse in Buenos Aires nahm in ihrer neuen Ernteschätzung die Sojamenge auf 39,5 Mio. Tonnen zurück.

Sonnenblumenöl

Aufgrund des ungewöhnlich kalten Wetters hat sich die Aussaat in Russland verzögert. Doch die verarbeitete Sonnenblumensaatmenge erreichte im letzten Monat einen Rekordwert, so dass auch weiterhin große Mengen an Öl für den Export zur Verfügung stehen. Die aus der Ukraine exportierten Mengen bleiben etwas hinter den letztjährigen Volumina zurück. Die Bestände in beiden Ländern haben aktuell ein Rekordhoch erreicht. Man rechnet allerdings mit einem Produktionsrückgang für die Monate April bis September, was sich dann auch auf die Preisgestaltung auswirken wird.

In-Cosmetics

Rapsöl

In Europa notiert Rapsöl schwächer. So gibt es deutliche Abschläge auf Soja- und auch auf Sonnenblumenöl. Eventuelle Frostschäden der heranwachsenden Ernte können bis jetzt noch nicht identifiziert werden. Die Preise werden auch in der nächsten Zeit unter Druck bleiben, da größere Mengen Rapsöl aus Australien in die EU importiert werden. Damit wird Rapsöl für die Lebensmittelindustrie wieder interessanter, aber auch die Nachfrage aus dem Biodieselmarkt könnte sich beleben.

Olivenöl

Olivenblüte

Die teilweise ergiebigen Regenfälle haben sich deutlich auf die Preise ausgewirkt. Die Marktteilnehmer blicken jetzt positiver auf die neue Ernte und erwarten mit Spannung die Blüte der Olivenbäume im Mai. Dann werden erste genauere Mengenschätzungen für die kommende Ernte möglich sein. Die aktuelle Olivenölproduktion in Spanien wird sich auf Vorjahresniveau bewegen. Die Ernten in den anderen wichtigen Anbauregionen rund um das Mittelmeer sind insgesamt besser als im Vorjahr. Damit ist die Nachfrage nach spanischem Öl geringer als im Vorjahreszeitraum, was die Preise ebenfalls dämpft. Weiterhin im Fokus steht die Qualität der Öle aus der aktuellen Ernte: sensorisch gute und sehr gute Qualitäten sind nicht in dem Maße verfügbar wie im Vorjahr, daher müssen hier höhere Prämien auf die Standardware bezahlt werden, als in den Vorjahren üblich war. Bei Bio Olivenölen ist dies noch deutlicher ausgeprägt.

Aprikosenkernöl

Aprikose

Nach einer sehr guten Aprikosenernte in der Türkei und deutlich günstigeren Preisen geht man für 2018 von einer deutlich geringeren Ernte aus. Vor allem in Malatia wird aufgrund der Wasserknappheit und eines Kälteeinbruchs mit Schneefällen mit deutlichen Rückgängen gerechnet. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Aprikosenkernen sind ca. 75 % der aktuellen Ernte bereits vermarktet. Damit bleiben nur noch geringe Mengen bis zur neuen Ernte im August für neue Verkäufe, welche zu deutlich höheren Preisen angeboten werden. Das bedeutet, dass auch die Preise für Aprikosenkernöl ansteigen werden.

Öle aus Eigenproduktion in den USA

Mandelöl

Momentan ist es schwierig, die Mandelernte zu schätzen. Einerseits sind die Auswirkungen des beträchtlichen Frostes noch ungewiss, andererseits gibt es dieses Jahr mehr als eine ausreichende Wasserversorgung. Die objektive Ernteschätzung des US-Landwirtschafts-ministeriums im April bleibt abzuwarten.

Mandelblüte

Walnussöl

Kleinere Landwirte geben aus Kapazitätsgründen aktuell noch Ihre Walnüsse in der Schale an die Größeren weiter. Die Zufuhr wird Ende April zurückgehen, wenn die kleineren Landwirte die Produktion zurückfahren. Das Walnut Board Treffen Anfang Mai wird erste Hinweise auf die Erntemenge geben.

Der Marktbericht als PDF
 

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