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Mittwoch, 21. Februar 2018
Marktberichte


Marktbericht Februar 2018
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Pflanzliche Öle - Allgemeine Marktsitution

Sojaöl

Soja

Die typischen Bedingungen des La Nina Wetter- phänomens sind in der Pazifikregion weiterhin beobachtbar. Diese bewirken eine fortlaufende Dürreperiode in den wichtigsten Anbaugebieten in Argentinien und im Süden Brasiliens. Daher wurden die Ernteschätzungen für Argentinien weiter nach unten korrigiert. (Man erwartet ca. 50 Millionen Tonnen). In Brasilien sieht die Ernte insgesamt gut aus. Trotz Trockenheit im Süden und zu starken Regenfällen in den nördlichen Anbaugebieten wurde die Gesamtschätzung etwas nach oben korrigiert. Die Unsicherheit bezüglich der südamerikanischen Ernten führte in den letzten Wochen zu stärkerer Volatilität auf den Märkten. Viele Verkäufer in Argentinien halten sich aktuell zurück, was zu höheren Lagerbeständen führt. Dennoch bleiben die Sojaölpreise weiter unter Druck, nachdem die Preise für rohes Palmöl stark zurückgegangen sind.

Sonnenblumenöl

Die Erzeugung von Sonnenblumenöl der beiden führenden Exportländer Ukraine und Russland wird laut Experten im nächsten halben Jahr deutlich (über 2 Millionen Tonnen) zurückgehen und auch die Bestände werden sich reduzieren.

Rapsöl

Auch die Rapsölpreise wurden von den fallenden Preisen für Palmöl beeinflusst. Damit wird Rapsöl für den Energie- aber auch den Lebensmittelmarkt wieder zunehmend interessant.

Olivenöl

Olive

Die Produktion in Spanien läuft im Moment auf vollen Touren. Insgesamt wird mit einer etwas geringeren Gesamtproduktion (ca. 100.000 Tonnen weniger als im Vorjahr) gerechnet. Dies wird aber durch bessere Ernten in Italien, Tunesien und der Türkei mehr als ausgeglichen. Vor allem Tunesien bringt wieder größere Kontingente in die EU. Dadurch ist die Nachfrage nach spanischem Öl weiterhin verhältnismäßig verhalten, was sich auch in den Exporten widerspiegelt. So können sich größere Bestände bei den Kooperativen aufbauen. Die großen Abfüller dagegen haben fast leere Tanks und kaufen aktuell das Nötigste, um die laufenden Aufträge zu erfüllen. Viele dieser Abfüller haben mit den großen Einzelhandelsketten zum Jahresende recht günstige Kontrakte abgeschlossen, die in der momentanen Marktsituation nicht abgedeckt werden können. Die Kooperativen andererseits halten sich mit Verkäufen zurück und geben nur die Mengen in den Markt, die nötig sind, um die laufenden Kosten abzudecken. Daher verharren die Preise weiterhin auf unveränderten Niveaus. Sollte in den nächsten Wochen ausreichend Regen fallen, ist davon auszugehen, dass die Kooperativen unter Druck kommen werden und die Preise nachgeben können. Anders verhält sich die Situation für Olivenöl aus kontrolliert biologischem Anbau. Hier ist ein deutlicher Ernterückgang zu verzeichnen. Man geht in Spanien von über 20 % aus. Dadurch wird es hier im Verlauf des Jahres zu keinen Preisrückgängen kommen. Die gute tunesische Ernte wirkt weiteren Preissteigerungen entgegen. Sensorisch sind die Öle generell nicht so gut wie in der vergangenen Saison. Aufgrund der großen Hitze im Frühjahr und Sommer des vergangenen Jahres fehlt es den Ölen etwas an Fruchtigkeit. In einigen Regionen wurden die Oliven auch durch eine Kältephase unmittelbar vor oder während der Ernte in Mitleidenschaft gezogen. Diese Defekte spiegeln sich dann auch in den Ölen wider.

Öle aus Eigenproduktion in den USA

Mandelöl

Die Nachfrage der größten Märkte ist angestiegen: USA um 11 %, Indien um 38 % und China um 4 %. Die türkische Regierung änderte die Importzölle, so dass der Export in die Türkei seit Jahresbeginn um 4 % anstieg. Die Ernteschätzungen scheinen mit 2,2 Milliarden Pounds korrekt zu sein und die Preise bleiben fest. Es ist bereits Zeit über die Ernte 2018 zu sprechen. Die Knospe, aus der sich in ein paar Wochen die Blüte entwickelt, sei hervorragend. Die Niederschläge in diesem Jahr sind überdurchschnittlich und die Wasserreservoirs üppig gefüllt und zum größten Teil über den Durchschnittswerten der Vergangenheit:

current reservoir conditions

Quelle: California Data Exchange Center

Walnussöl

Die Änderung des türkischen Einfuhrzolles ließ die Exporte in die Türkei um 144 % steigen. Insgesamt sind die Verschiffungen im Vergleich zum letzten Jahr gleich, so dass die Preise fest bleiben.

Pistazienkernöl

Pistazie

Große Mengenanstiege verzeichnen die Exporte in die Türkei (um das Zehnfache), China (um das Dreifache) und nach Australien (um das Dreifache). Die Pistazienpreise bleiben fest. Das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten äußert, dass der Iran auf Grund von Wasserknappheit und dem hohen Salzgehalt des Bodens in manchen Gebieten weniger konkurrenzfähig ist.

Der Marktbericht als PDF
 

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