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Montag, 22. Oktober 2018
Aktuelles
Marktbericht Oktober 2018
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Pflanzliche Öle - Allgemeine Marktsitution

Sojaöl

Der Sojaölmarkt hat in den letzten Tagen deutlich angezogen. Hierfür gibt es verschiedene Treiber. Zuerst ist der deutlich gestiegene Mineralölpreis zu nennen. Mit aktuellen Notierungen von ungefähr 74 USD/Barrel für Brent Oil werden Soja- und Palmöl für den Energiemarkt immer interessanter. Nachdem die EU Kommission eine Entscheidung über die Erhöhung der Einfuhrzölle auf argentinischen Biodiesel verschoben hat, steigt die Sojaölnachfrage dort (Argentinien) wieder deutlich an. Auch in den USA und Brasilien hat die Biodieselproduktion ein Rekordniveau erreicht. In den USA wird der Ernteverlauf durch außergewöhnlich starke Niederschläge im mittleren Westen verlangsamt, was vor allem die Preise für die vorderen Termine fester werden lässt. Allerdings wird die ausbleibende Nachfrage aus China mittelfristig zu einem Überangebot an US-amerikanischen Sojabohnen führen, zumal die aktuelle Ernte noch größer ausfallen könnte, als bisher geschätzt und Rekordbestände in den Lägern liegen.

Sonnenblumenöl

Sonnenblume

Die Ernten in Russland und der Ukraine werden insgesamt positiv beurteilt. Auch die Sonnenblumenölpreise profitieren von den gestiegenen Sojaölnotierungen. Es ist weiterhin ein inverser Markt zu beobachten. So notiert Sonnenblumenöl für die Monate November und Dezember fester als der Januar-März Termin. Dies ist vor allem mit verspäteten Ankünften von Schiffen aus der Schwarzmeerregion in Rotterdam zu begründen. Außerdem führen einige EU Binnenschiffswege extrem wenig Wasser, so dass viele Verarbeiter weniger oder keine Saatpartien angeliefert bekommen können. Extrem gestaltet sich die Situation bei ölsäurereichem Sonnenblumenöl. Hier sind aus oben genannten Gründen nahezu keine Mengen für die Termine bis Januar 2019 verfügbar. Verschiedene Hersteller bieten sogar erst ab Februar/März 2019 wieder Ware an. Außerdem halten die Saatverkäufer das Angebot weiterhin knapp, so dass aktuell auch für spätere Termine verhältnismäßig hohe Preise verlangt werden. Zugleich ist die Nachfrage als Palmölersatz in verschiedenen Bereichen der Lebensmittelindustrie, vor allem in Frankreich und Skandinavien, ungebrochen hoch.

Rapsöl

Rapsöl notiert weiterhin mit einer deutlichen Prämie auf Sojaöl, nachdem die EU Rapsbilanz aufgrund der starken Nachfrage aus dem Biodieselmarkt für diese Saison knapp ausfallen wird. Erschwerend kommt noch hinzu, dass in diesem Jahr wegen der ungünstigen Wetterbedingungen deutlich weniger Winterraps ausgesät wurde. In Kanada wird die Raps(Canola-) ernte durch starke Niederschläge behindert. Dennoch gehen Experten weiterhin von einer guten Ernte aus.

Raps

Rizinusöl

Rizinus

Gemäß indischem Landwirtschaftsministerium wurden 918.000 ha Rizinus angebaut. Das wären 11 % mehr als im letzten Jahr. Leider war diese Zahl jedoch ein Irrtum, da Rajasthan 132.000 ha zu viel meldete. Es sind insgesamt nur 786.000 ha, welche bei einem Ertrag von 1,625 mt/ha ungefähr 1.277.000 mt für dieses Jahr entsprechen + Carryover 150.000 mt. Jedoch könnte der Carryover auf Grund einer verspäteten Ernte in Gujarat benötigt werden, da die Niederschläge aktuell zu gering sind. Man geht davon aus, dass für 2019 ca. 150.000 mt an Rizinussamen fehlen und daher die Preise fest bleiben.

Öle aus Eigenproduktion in den USA

Mandelöl

Die Ernte der Sorte Nonpareil ist bereits beendet. Aktuell werden die späteren Sorten geerntet. Insektenschäden sind etwas stärker ausgeprägt als im letzten Jahr. Aufgrund des ersten möglichen Einsetzens des Regens in dieser Woche im Central Valley sind die Anbauer in Eile, die Nüsse vom Boden aufzusammeln. Der Export nach China hat anscheinend andere Routen gefunden, wie z. B. über Hong Kong, Vietnam und Australien.

Walnussöl

Walnuss

Die diesjährige Walnussernte pro Baum fällt unter-durchschnittlich aus. Auch die Größe der Nüsse liegt unter dem Durchschnitt. Man geht jedoch insgesamt von 626.000 tons in-shell im Vergleich zu 572.000 tons im letzten Jahr aus. Die Händler präferieren die Premiumsorten Chandler, Howard, Hartley und Tulare, da diese einfacher zu knacken sind. Im Gegensatz zu Sorten wie Invahoe, die schwieriger zu knacken und die Erträge geringer sind.

Pistazienkernöl

Trotz der Rekordernte bleiben die Preise fest und der nationale Konsum steigt weiter an.

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