Marktberichte

Marktbericht Januar 2024

Aktuelle Marktsituation von Sojaöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Fazit, Olivenöl, Mandelöl und Walnussöl

Pflanzliche Öle

 

Sojaöl

Die Preise für Sojaöl sind in den letzten Tagen etwas unter Druck gekommen, da die letzte US-Ernte um 1 Mio. Tonnen nach oben korrigiert wurde. Gleichzeitig drückt günstiges argentinisches Sojaöl auf den Markt, das vor allem für amerikanische Biodieselhersteller interessant sein kann. Dieser Druck wird aber nicht von langer Dauer sein, wenn die Bedarfe aus dem Energiebereich weiter anziehen. Insgesamt sind Preise aber weiterhin attraktiv, auch für Verbraucher anderer Industriesektoren.

Rapsöl

Auch Rapsöl notiert in der EU weiterhin relativ interessant. Die Preisrückgänge bei Sojaöl wirken auch auf die Rapsölmärkte. Allerdings wird eine schwächere Ernte als im Vorjahr erwartet, was auf die geringere Aussaat von Winterraps und die schlechten Witterungsbedingungen zurückzuführen ist. Die größten Ernteeinbussen werden für Deutschland und Rumänien erwartet. Damit besteht die Möglichkeit, dass sich die Preisniveaus im zweiten Halbjahr wieder verteuern können.

Sonnenblumenöl

Die Sonnenblumenölpreise sind wieder etwas angestiegen, nachdem sie im letzten Jahr ca. 40 % gefallen waren und damit den Preisrückgang der Pflanzenöle angeführt haben. Aktuell haben die Bestände in der Schwarzmeerregion aufgrund der großen Exporte der vergangenen Monate abgenommen und internationale Verbraucher schwenken jetzt auf das günstige argentinische Sojaöl um.

Fazit

Trotz politischer Unwägbarkeiten sind die Preisniveaus im Vergleich zum Vorjahr immer noch interessant. Einige Produzenten in der EU haben ihre Kapazitäten bereits für das 2. Quartal ausgelastet. Sollte weitere Nachfrage von großen Verbrauchern aus dem Energie- und Ernährungssektor kommen, könnten die freien Kapazitäten schnell weiter zurückgehen.

Olivenöl

Die Produktion in Spanien beläuft sich bis zum 31.12.2023 auf 584.780 Tonnen. Basierend auf diesen Zahlen wird die Gesamtproduktion in Spanien für die Kampagne 2023/24 auf etwas über 700.000 Tonnen geschätzt und liegt damit wiederum deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Die aktuellen Bestände belaufen sich zum 31.12.23 auf 631.746 Tonnen. Mit dieser Menge und den geschätzten 120.000 Tonnen, die im Januar und Februar noch produziert werden, muss die Nachfrage der nächsten 10 Monate befriedigt werden. D.h. es stehen weniger Mengen als in den Vorjahren zur Verfügung, was die Wahrscheinlichkeit einer deutlichen Preissenkung geringer macht. Die Kooperativen sind weiterhin zurückhaltend und geben nur Preise für die kurzfristigen Termine ab. Damit können keine größeren Abdeckungen gemacht werden. Viele Großverbraucher (Supermärkte, Discounter, etc.) haben Olivenöl bereits in ihren Sortimenten zurückgefahren. Aktuell wird weiterhin dringend Regen benötigt, dass zumindest die kommende Kampagne 24/25 wieder besser ausfallen kann. Erste Hinweise hierauf wird die Blüte im Mai geben können. Auch Italien und Griechenland können die fehlenden Mengen in Spanien nicht ausgleichen. Italien erwartet nur eine kleine Ernte, so dass hier die Preise auf z.T. historische Höchststände gestiegen sind.

 

Öle aus Eigenproduktion in den USA

 

Mandelöl

Nach Ende der Mandelernte im Dezember fand die jährliche Mandelkonferenz statt. Fachleute aus der Branche kamen nach der langen Ernte zusammen, um über die Ergebnisse dieses Jahres und die Pläne für die kommenden Jahre zu sprechen. Der CEO des Almond Board of California, Richard Waycott, ging nach mehr als 20 Jahren im Dienst des Almond Board in den Ruhestand. Die neue CEO Clarice Turner ist eine erfahrene Führungskraft in der Konsumgüterbranche.

Walnussöl

Auf dem Walnussmarkt herrschte im Oktober und November rege Betriebsamkeit. Sowohl auf dem Inlands- als auch auf dem Exportmarkt wurden beträchtliche Ernteeinnahmen und positive Absatzzahlen verzeichnet. Nachdem die Verarbeiter die letzten Walnüsse der diesjährigen Ernte erhalten haben, liegen nun endlich Berichte über die Gesamtqualität der Ernte vor. Die ersten Berichte deuten darauf hin, dass es sich um die beste Ernte seit vielen Jahren mit ausgezeichneten Farbqualitäten handelt. Die Gesamtzahlen werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

 

Geänderte Spezifikationen

 

214122 Rapsöl raffiniert Bio

300031 Sojaöl aus GVO hergestellt raffiniert Ph. Eur.

300060 Sojaöl raffiniert IP Ph. Eur.

Alle aktuellen Spezifikationen finden Sie auf unserer Website.

 

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